Preview: Wunder der Bewegtbilddokumentation

January 30th, 2010

Hier kommen, in nie dagewesener Qualität, drei (eigentlich zwei, der erste und zweite gehören zusammen) Ausschnitte aus meiner Lesung bei der Preview-Veranstaltung am Dienstag. Das Hochformat trägt sehr zur Entspannung der Nackenmuskulatur bei, finde ich.

Fotos vom Preview

January 28th, 2010

Hier ein paar Bilder von der Preview-Veranstaltung des Aufbau-Verlags im Luftraum in Berlin:

Ich und mein Lektor Andreas Paschedag

Mit Andreas Paschedag und Wiebke Porombka

Mit Andreas Paschedag und Wiebke Porombka

Rechts mit Schal mein Agent Alexander Simon


Preview in Berlin: Zwei verwackelte, halsverrenkende Ausschnitte (aber immerhin…)

January 27th, 2010

Gestern folgte in einem der liebenswürdigsten Veranstaltungsräume Berlins, im Luftraum in der Maienstraße (direkt hinterm Nolli, wo wahrhaftig kein Mensch ein so schönes Gebäude vermuten würde), Teil II des Aufbau-Previews mit Andreas Bernard und mir. Ein toller Abend, viele gute Gespräche, viel Zuspruch und Ermutigung. Der Wein war richtig gut, das Essen auch. Und gut gefüllt war es auch, trotz Suhrkamp-Empfang am Mittag.

Wir haben es unter großen Mühen fertig gebracht, diesmal tatsächlich sogar so etwas ähnliches wie einen Video-Teil-Mitschnitt anzufertigen. Das macht uns stolz und glücklich. Man kann sogar das meiste von dem, was ich sage, verstehen. Und an die Kopf-Schieflage gewöhnt man sich nach einer Weile – probieren Sie’s aus.

Pascolini Productions proudly presents:

Preview in München: Wie ich den Gasthof Klobenstein entdeckte

January 27th, 2010

Montag abend habe ich in München im Literaturhaus in der Bibliothek ein paar Dutzend Buchhändlern und Journalisten aus meinem Buch vorgelesen. Oben im großen Saal des Literaturhauses waren zur gleichen Zeit James Elroy und Matthias Brandt mit ihren Blutvergießereien am Start – keine schwache Konkurrenz. Zum Preview des Aufbau-Verlags mit mir und Andreas Bernard kamen aber schon auch ein paar Leute. Es hat Spaß gemacht, die Reaktionen waren sehr positiv, und in München bin ich ja sowieso immer wieder gerne.

Die spektakulärste Erkenntnis des Abends verdanke ich einer Buchhändlerin aus Wasserburg am Inn, und zwar den Hinweis auf den Gasthof Klobenstein: Zwischen Schleching und Kössen gibt es ein Ausflugslokal mitsamt einem kleinen Kirchlein, wo die Besucher einer lokalen Sehenswürdigkeit einkehren, des Klobensteins nämlich: einem wie eine Orange in der Mitte gespaltenen großen Felsen, gelegen an einem Wanderweg, der “Schmugglerpfad” heißt und die Tiroler Ache entlang führt, und erreichbar vom Schlechinger Ortsteil Ettenau aus.

Wer die ersten Seiten von “Pascolini” gelesen hat, der wird jetzt sagen: Aha, da hat er das also her. Da passt ja alles: Ettenau und Ettengrub, Schmugglerpfad, der geborstene Felsen, Tiroler Grenze, Gastwirtschaft – das kann doch kein Zufall sein.

Ich aber fiel aus allen Wolken, als ich das hörte. Ich hatte keine Ahnung. Ehrlich nicht.

Erst nach einiger Zeit dämmerte mir, dass ich da doch schon mal war. Als Bub bin ich mal auf der Tiroler Ache kajakgefahren, und da sind wir auch in diesem Gasthof eingekehrt.

Das war aber zumindest in meiner bewussten Erinnerung restlos gelöscht gewesen. Kann sein, dass sich die Bruchstücke dieses gar nicht besonders eindrücklichen Erlebnisses in irgeneiner entlegenen Ecke meines Gedächtnisses von selbst zum “Gasthof Teufelsschlupf” zusammengefügt haben.

Aber wie und wieso? Sonderbare Dinge…

Lob von Sepp Bierbichler

January 18th, 2010

Ein zarter Berserker … mit einer unheimlichen körperlichen Präsenz. Ein querköpfiger Mensch, der radikal immer sich selbst aussetzt und anarchistisch gegen die Welt wütet…

Naja, das sind so die Sachen, die halt geschrieben werden, wenn ein Riesenkerl von einem Oberbayern, direkt vom Bauernhof und quasi mit Erde an den Gummistiefeln und Kuhstallgeruch in der Strickjacke, plötzlich Theater spielt und Filme macht und Bücher schreibt und überhaupt all die Sachen tut, die sonst die zartgliedrigen Stadtbewohner gewohnt sind, unter sich auszumachen.

Ich habe heute morgen mit Josef Bierbichler telefoniert. Die gute Nachricht: Er findet “Pascolini” toll.

Man spüre da so seine Bedrohung, hat er gesagt. Das habe ihm sehr, sehr gut gefallen.

Ich muss gestehen, dass mich das ungeheuer freut. Das kommt von einem, der sich auskennt. Und wahrhaftig nicht als Schmeichler bekannt ist.

Eine Kritik hatte er allerdings anzubringen: Dass im Klappentext das Buch als “universeller Heimatroman à la Rosenmüller” bezeichnet wird, das missfiel ihm aufs Höchste. Er hätte es fast weggelegt daraufhin. Stimme auch gar nicht. Sei überhaupt nicht wie Rosenmüller. Soll mir Recht sein. Das war sowieso nicht meine Idee mit dem Hinweis auf Rosenmüller (wobei ich gegen dessen Filme gar nichts habe, im Gegenteil, “Wer früher stirbt…” war ein prima Spaß und die Schauplätze in Brannenburg, St. Margarethen und am Wendelstein sind immerhin die Stätten meiner Kindheit.)

Die schlechte Nachricht ist, dass er bei der Premiere nicht lesen wird. Das mache er sowieso normalerweise nicht. Er sei mal bei einer Lesung gewesen, wo ein Bauer die Reihen auf und abgegangen sei und den Leuten ins Gesicht geschaut habe. Die könnten alle nicht selber lesen, habe der Mann dann gesagt. Das habe ihm imponiert. In meinem Fall, so sagte er, hätte er es sich überlegt, ausnahmsweise. Aber im März und im April müsse er drehen.

Das ist wahnsinnig schade. Aber die Freude überwiegt.

Josef Bierbichlers erste Filmrolle 1976, in Werner Herzogs “Herz aus Glas“, hieß übrigens Hias. Wenn das kein Zufall ist…