“Ein großer Wurf”

June 26th, 2010

Bayern zeigt sich literarisch am ergiebigsten, wenn man’s barock und durchaus krachledern als einen Landstrich irgendwie verstörter Ureinwohner schildert. Maximilian Steinbeis ist das bravourös gelungen, so elegant und schlank, nahezu fettfrei berichtet er von diesen renitenten Hinterwäldlern – und ob sein Buch nun Kriminalroman, Räuberpistole oder doch eine intellektuell verzurrte Feldstudie ist, das ist ganz unwichtig, weil derlei sekundäre Fragen nur den Spaß verderben, den dieses Buch mit seinen volkstümlichen Winkelzügen birgt.

So Lars Grote in der Märkischen Allgemeinen aus Potsdam, der Pascolini einen “sprachlich wunderbar nüchternen, grantelnden und dennoch lyrischen Gesellschaftsroman” nennt, und einen “großen Wurf”.

Die WELT ist begeistert, und Rosenheim zumindest nicht beleidigt

June 12th, 2010

Pascolini ist zwar kein Debüt-Roman, wie die WELT heute behauptet, aber hey:

eines der erfrischendsten, eigenwilligsten Debüts des Jahres,

finden Elisabeth Zettl und Elmar Krekeler. Und das freut mich schon sehr.

Am Donnerstag habe ich in Rosenheim gelesen, in der Stadt, in der ich neun Jahre lang ins Gymnasium ging. Ich war ein bisschen aufgeregt, ob mich meine Heimat jetzt noch liebhat. Aber kein Grund zur Sorge: Die Gäste in der Buchhandlung von Agnes Frohne waren neugierig, zugetan und nach der Lesung herzlich begeistert. Von meinen ehemaligen Schulkameraden und Lehrern hat sich kein einziger blicken lassen, shame on you.