Über den Autor

max_steinbeis

(c) Susanne Schleyer / Autorenarchiv.de

Ich bin 1970 in München geboren und in Brannenburg aufgewachsen, am südlichen Rand Oberbayerns, gar nicht weit entfernt von der Tiroler Grenze.

Und nein, der Roman ist nicht autobiographisch. Ehrlich nicht. Nichts davon ist selbst erlebt. Brannenburg ist nicht Ettengrub. Keine der Figuren hat ein lebendes Vorbild. Auch kein totes. Und natürlich ist die in dem Buch zu findende Aussage, Bayern sei der rückständigste, verwildertste und gewalttätigste Teil Deutschlands und seine äußerste, in Elend und Gewalt ausfransende Peripherie, wo Katholiken und Protestanten einander an die Gurgel gehen, völlig unzutreffend, frei erfunden, eine abenteuerliche und haltlose Unterstellung und wird in keiner Weise dem spektakulären Aufstieg dieser Region zur wohlhabendsten und erfolgreichsten in ganz Deutschland gerecht. Das will ich für alle Fälle hier schon mal gleich klarstellen.

Mittlerweile lebe ich mit meiner Familie in Berlin und werde dort wohl auch bleiben. Ich bin oft und gern in Bayern, aber zu Hause bin ich dort nicht mehr. Ich bin freier Journalist und schreibe vor allem über Verfassungsrecht und Verfassungspolitik – über die Grundlagen von Politik, über Bürger- und Menschenrechte, über neue globale Rechtsordnungen und die Frage, wie es sein kann, dass Verhaltensregeln auch für Menschen verbindlich werden können, die ihnen nicht in persona zugestimmt haben.

Wer diese Dinge interessant findet, dem empfehle ich meinen Verfassungsblog sowie das von mir und Marion und Stephan Detjen verfasste Buch “Die Deutschen und das Grundgesetz“, 2009 im Pantheon-Verlag zum 60. Jahrestag des Grundgesetzes erschienen.

Mein erstes Buch, die Erzählung “Schwarzes Wasser“, ist 2003 im Verlag C.H. Beck erschienen. Es ist ein kurzes, aber intensives Stück Literatur. Ich habe es immer noch sehr gern. Mehr dazu hier.

Ein weiteres Projekt, dem ich im Moment viel Zeit widme, ist die Visualisierung von Politik. Politische Gestaltungsprozesse lassen sich immer weniger als Geschichten erzählen – das ist in meinen Augen einer der zu wenig beachteten Gründe für den Niedergang der politischen Leitmedien. Mit meinem Projekt Politikatlas will ich versuchen, diese Prozesse mit graphischen Mitteln wieder zugänglicher für die Öffentlichkeit zu machen. Das Pilotprojekt, unterstützt von der Vodafone-Stiftung, wird im Bereich Schulreform angesiedelt und bis Sommer 2010 abgeschlossen sein.

Was es mit meinem neuen Buch “Pascolini” auf sich hat, steht hier.