Über den Roman
“Pascolini” ist ein Buch über das Fremdsein in der Heimat, über falsche Heilige und echte Verbrecher, über Räuber und Gendarmen und über den Preis, den man manchmal zahlen muss, wenn man mit aller Welt gut Freund sein will – ein grimmiges Spiel um die Macht des Geschichtenerählens, eine bissige Satire über Freiheitsmythen und Fremdenverkehr.
In Ettengrub, tief im hintersten Oberbayern, ist Matthias Pascolini zu Hause, Gastwirtssohn und Gangsterchef. Wie kein Zweiter versteht er es, mit der Polizei Katz und Maus zu spielen und die Sympathien der alteingesessenen Katholiken und Brauchtumspfleger zu nähren. Als Wilderer, Volksheld und Sozialrebell wird er verehrt, je härter die Staatsgewalt zuschlägt, desto mehr, und dass nichts davon wahr ist, stört keinen Menschen. Unter den Protestanten, den Zugezogenen und Tennisvereinsmitgliedern, greift unterdessen die Angst um sich. Als sich dann auch noch die Politik einmischt, geraten die Ettengruber an den Rand eines Bürgerkriegs.
Kostproben:
Tennisclub Schwarz-Weiß Ettengrub
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