“Ein großer Wurf”

Bayern zeigt sich literarisch am ergiebigsten, wenn man’s barock und durchaus krachledern als einen Landstrich irgendwie verstörter Ureinwohner schildert. Maximilian Steinbeis ist das bravourös gelungen, so elegant und schlank, nahezu fettfrei berichtet er von diesen renitenten Hinterwäldlern – und ob sein Buch nun Kriminalroman, Räuberpistole oder doch eine intellektuell verzurrte Feldstudie ist, das ist ganz unwichtig, weil derlei sekundäre Fragen nur den Spaß verderben, den dieses Buch mit seinen volkstümlichen Winkelzügen birgt.

So Lars Grote in der Märkischen Allgemeinen aus Potsdam, der Pascolini einen “sprachlich wunderbar nüchternen, grantelnden und dennoch lyrischen Gesellschaftsroman” nennt, und einen “großen Wurf”.

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