Handelsblatt, Regensburg
April 23rd, 2010Das Handelsblatt ist nicht für seine feuilletonistische Eleganz bekannt. Ich muss es wissen, ich habe schließlich fast zehn Jahre dort gearbeitet. Aber Regina Kriegers Literaturseite ist große Klasse, zumal ich da selber schon mal das eine oder andere Buch rezensiert habe, und deshalb freut mich das schon, dass meine alten Kollegen Pascolini mit einer Rezension würdigen, mit einer (überwiegend) schönen obendrein.
Gestern war ich in Regensburg, wo der Buchhändler Ulrich Dombrowsky eine dieser supereindrucksvollen Literaturbuchhandlungen betreibt. Er war so nett, mich zu einer Lesung einzuladen. Das örtliche Regionalblatt, die Mittelbayerische Zeitung, hatte eine sehr erfreuliche und gar nicht regionalblattartige Rezension gebracht am Tag der Veranstaltung.
Hat aber nix genützt. Sind trotzdem nur ein gutes Dutzend gekommen. Die aber waren sehr nett und interessiert, und so hat der Abend doch großen Spaß gemacht.
Die nächsten Termine sind alle in Berlin: Nächste Woche bei meinen alten Freunden Wolf und Silke Albin, deren Bötzowkreis aus Pascolini vorgelesen kriegt, dann am 4. Mai im Literaturhaus, am 8. Mai in der Langen Buchnacht Kreuzberg in “Schmitz Katze” in der Oranienstraße und im Juni dann im Buchhändlerkeller.
Wortspiele in der Heimat
April 19th, 2010Johan de Blank hatte mich eingeladen, bei seinem Literaturfestival WortSpiele in München dabei zu sein.
Das hat großen Spaß gemacht. Die Muffathalle am Isarufer, hinter dem Müller’schen Volksbad, ist ein toller Veranstaltungsort, das Publikum war jung und zahlreich, die anderen Autoren interessant und nett – alles sehr angenehm.
Ich war als erster dran. Der eingeplante Moderator, Zafer Senocak, war krank geworden, Martin Zeyn vom Bayerischen Rundfunk sprang ein und stellte mir gleich zur Vorstellung die Frage des Schreckens: Ist Pascolini eigentlich ein Heimatroman? Naja, ich war drauf vorbereitet und habe gesagt, was ich auf diese Frage immer sage: Keinesfall im Sinne von behaglichem kuscheligen Almöhi-Idyll, aber natürlich schon ein Spiel mit dem Genre und so weiter.
Der Heimatroman ist in den 80er Jahren, gemeinsam mit dem Heimatfilm, zum Inbegriff des Kitsches geworden. Er suggeriert, dass es einen Ort gibt, der authentischer und echter und eigentlicher ist als das moderne Leben. Und das ist gar nicht wahr. Diese gelogene Wahrhaftigkeit ist an Gemeinheit kaum zu überbieten.
Deshalb ist Pascolini, wenn überhaupt, höchstens in dem gleichen Sinn ein Heimatroman, wie Nabokovs Lolita ein erotischer Roman ist.
Update: Audio aus der Lesung hier.
Weil’s so schön war…
April 14th, 2010… poste ich hier das Video von meiner Buchpremiere im Münchner Literaturhaus:
Das erste Video übrigens im YouTube-Channel des Literaturhauses, auch das eine große Ehre.
Lesung im Literaturhaus Berlin verschoben
April 13th, 2010Jetzt wird es der 4. Mai, nicht wie geplant der 7. Mai. Save the date!
Blogger-Lob für Pascolini
April 6th, 2010Der Buch-Bloggerin Silke Schröder (Hallo, Buch) hat Pascolini ebenfalls viel Spaß gemacht.
Mich dagegen freut, in ihrer Rezension gleich zweimal als “Maxiliam Steinbeis” bezeichnet zu werden. Mit meinem Namen ist schon viel Unfug angestellt worden, aber der hier ist neu.
Update: ist schon korrigiert, da bin ich wieder als boring old Maximilian Steinbeis.
Lederhosenträger auf Speed
March 29th, 2010So nennt der Bayerische Rundfunk die Pascolini-Bande. “So wüst geht es in dieser Geschichte zur Sache, und so lakonisch und präzis ist das erzählt.”
Tjaha.
Heute abend um 23:25 in der Sendung “Lesezeichen“.
Zauberberg
March 27th, 2010Am Montag, 20:00 Uhr, bin ich erstmals in Berlin live zu erleben: An einem überaus literarischen Ort in Friedenau, wo einst Günther Grass und Uwe Johnson zu Hause waren. Dort, in der Kundrystraße Ecke Bundesallee, gab es früher die berühmte und ehrwürdige Buchhandlung “Wolff’s Bücherei”, heute heißt sie “Der Zauberberg”, und dort werde ich übermorgen abend aus “Pascolini” vorlesen.
Lob aus Nord-Oberbayern
March 25th, 2010“Kein geübter Vorleser” sei ich, bemängelt der Donaukurier aus Ingolstadt anlässlich meiner Lesung in Pfaffenhofen, ist ansonsten aber hoch zufrieden mit Pascolini und mit mir.
Warum Bayern?
March 20th, 2010Das bin ich in letzter Zeit öfter gefragt worden: Warum ausgerechnet Bayern? Was haben die, was andere nicht haben?
Anstelle einer Antwort hier ein Hinweis auf die Experten vom “Nothing-for-Ungood“-Blog, die auf die Frage, warum die Amerikaner die Deutschen immer als Bayern darstellen, folgende unwiderlegbare Antwort geben:
Germans, try this experiment with me: Picture a stereotypical Bavarian. OK, done? Let me guess, you thought of either a girl wearing a dirndl or some dude with a huge mustache wearing lederhosen. Now think of a stereotypical German from Hessen. You can’t and neither can we.


